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Barack Obama setzt auf Drupal

Der Online Auftritt der US- amerikanischen Regierung unter Barack Obama ist am Sonntag, den 25.10.2009 auf das OpenSource CMS und Framework Drupal umgestellt worden.  Obama beginnt damit , sein  Wahlversprechen "pro OpenSouce" einzulösen. Die US- Regierung möchte mit der Entscheidung für Drupal das Leistungsvermögen ihrer Plattform für den interaktiven Austausch mit seinen Bürgern steigern. 


(Screenshot von www.whitehous.gov)

 

Mehr Leistung für mehr Interaktivität mit Bürgern

Obama's Rede zur Gesundheitsreform im September 2009 hatten rund 60.000 Menschen live online auf der Website der US Regierung mitverfolgt. Zirka zwei Drittel der User traten daraufhin über die Regierungsseite mit offiziellen Regierungsangehörigen in Kontakt, um über die Reform zu diskutieren und Fragen zu stellen. Das alte, proprietäre System aus der Arä George W. Bush stieß jedoch immer wieder zu schnell an seine Grenzen, wie "the Huffington Post" berichtete. Ursprünglich wurde das alte CMS für die Social Network Community "Facebook" entwickelt.
Mit Drupal als Basissystem soll sich nun einiges verbessern. Macon Phillips, Medienchef des weißen Hauses in Washington: "Wir haben jetzt eine Plattform, um mehr Stimmen auf die Website zu bekommen". Und weiterhin: "Wir können nun die Werkzeuge von  whitehouse.gov  verbessern, die tausende von Bürgern nutzen, um mit Angehörigen des weißen Hauses zu interagieren".

Technische Umsetzung und Sicherheit

An der Umsetzung des Relaunches waren neben Acquia, der Firma des Drupal Gründers Dries Buytaert, noch General Dynamics Information Technology, Phase2 Technology, Akamai und Terremark Federal Group beteiligt. Die Drupal Website des weißen Hauses läuft auf einem klassischen LAMP System, ebenfalls OpenSource Software (Linux, Apache, MySQL, PHP). Das Design wurde übernommen.

Wenn eine Entscheidung für den Einsatz proprietärer Software oder  Open Source Software getroffen werden muss, erhitzen sich in puncto Sicherheit regelmäßig die Gemüter der Anhänger beider Lager. OpenSouce sei nicht so sicher, da der Code ja von jedem heruntergeladen und studiert werden kann, so meist die Verfechter der proprietären Software. Prinzipiell ist das natürlich auch ein kleiner Nachteil, aber erstens wird ein System an sich nicht sicherer, wenn der Code nicht einsehbar ist und zweitens ist die OpenSource Entwicklergemeinde, diesen Umstand immer im Hinterkopf, von Beginn an verstärkt auf Sicherheitsmechanismen bedacht. Man vergleiche unter diesem Aspekt nur einmal das proprietäre Betriebssystem Windows mit dem Open Source System Linux, welches weltweit auf über 90 Prozent aller Webserver läuft. Zudem verfügt die Open Source Gemeinde mit ihrer hohen Zahl an weltweit vernetzten Entwicklern in der Regel über die deutlich höhere Leistungsfähigkeit gegenüber einzelnen Firmen. Im weißen Haus sieht man das wohl ähnlich: Es sei für eine globale Gemeinschaft von Programmierern viel einfacher, Sicherheitslücken aufzuspüren und zu schließen als für speziell beauftragte Unternehmen, so die amerikanischen Regierungsvertreter. Man werte den Einsatz von Drupal als Sicherheitsgewinn.